Raspberry Pi als NAS?

Raspberry Pi B+

Zu Weihnachten 2014 habe ich mir selbst einen kleinen Raspberry PI B+ geschenkt. Ein wirklich tolles, kleines Gerät. Man kann damit bei einem sehr niedrigen Stromverbrauch interessante Dinge machen. Natürlich habe ich auch direkt über den RasPi als NAS nachgedacht. Aber letztendlich kann ich das nicht empfehlen und würde es nicht machen. Und zwar aus folgenden Gründen:

  • Keine SATA-Ports: Die Festplatten in einem RasPi-NAS müssten über USB 2.0 angeschlossen werden. Das ist nicht besonders viel Performance.
  • Kein Gigabit Ethernet: Der RasPi macht lediglich 100 MBit, das sind brutto bestenfalls 12,5 Megabyte / Sekunde. Diese Einschränkung wirkt noch schwerer als die Platten an USB 2.0.
Raspberry Pi B+

Raspberry Pi B+

Wie gesagt: Ich finde den RasPi sehr interessant. Bei mir im Haus steuert er schon die Türklingel und sichert die Zuverlässigkeit einer Powerline-Strecke. Aber als NAS gibt es bessere Alternativen, zum Beispiel das Mini NAS mit Banana Pi.

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Kommentare (5) Schreibe einen Kommentar

  1. Wie kann man sich das mit der Absicherung der Powerline-LAN-Strecke vorstellen? Ist der Raspberry über Powerline an das LAN angeschlossen und gibt über einen Lautsprecher ein Alarmsignal ab, wenn er ein anderes Gerät im LAN nicht mehr anpingen kann?

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    • Das ist einfach: Ich habe 2 RasPis: An jedem Ende der Strecke steht einer. Der auf Seite des Routers pingt den am Ende der Powerlinestrecke regelmäßig alle 5 Minuten an. Sollte der zweite nicht erreichbar sein, schickt der erste eine Mail raus. Danach probiert er es aber trotzdem weiter. Sobald der zweite wieder erreichbar ist, bekomme ich wieder eine Mail. Damit weiß ich immer Bescheid ob die Strecke gerade funktioniert oder nicht.

      Ich habe aber auch schon weiter gedacht und überlegt, per Funksteckdosen einen automatischen Reset der Powerline-Strecke bei Nicht-Erreichbarkeit durchzuführen. Soweit bin ich allerdings noch nicht.

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  2. Danke für die schnelle Antwort zur Powerline-Absicherung.

    Und wie funktioniert die Türklingel-Steuerung mit einem Raspberry?

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    • Das ist ein wenig komplizierter 😉 Aber mal grob: Ich habe eine Klingelanlage der Marke „GIRA“. Diese Klingelanlage kommuniziert über einen 2-Draht-Bus. An diesem Bus hängt ein Schaltaktor (ebenfalls von GIRA). Dieser Schaltaktor ist so programmiert, dass er bei einem Klingeln einen Taster zumacht. Und diesen Taster wiederum frage ich über den RasPi ab.

      Der RasPi weiß nun, wann ein Klingelsignal kommt – und wenn das passiert, schickt er eine E-Mail raus und lässt (über die Fritz!Box) alle Telefone im Haus klingeln. Das Ganze habe ich gemacht, da ich in meinem Arbeitszimmer die einfache Türklingel nicht gehört habe. Jetzt werde ich aber per Telefon und E-Mail darüber informiert, dass es klingelt – und Telefone habe ich im ganzen Haus.

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  3. Erschwerend kommt beim Raspi noch hinzu, dass die Netzwerkschnittstelle intern auch über USB angebunden ist – sich also LAN und USB-Platte die Geschwindigkeit teilen müssen. Das verlangsamt das Ganze dann nochmal.

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