Server-Betriebssysteme

Windows Server 2012R2

Windows Server 2012 ist die Servervariante von Windows. Für die Vorgänger Windows Server 2008 und 2011 gab es sogenannte „Home Server“-Varianten, die sich gut für den Einsatz auf einem privaten Server oder NAS eigneten. Mit der 2012er Version gibt es das leider nicht mehr. Somit ist der Windows Server 2012 leider nicht mehr besonders attraktiv für kleine Selbstbau-System.

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Suse Linux Enterprise Server 12

Der Suse Linux Enterprise Server (SLES) ist die Enterprise-Version des Suse Linux Betriebssystems. Diese Enterprise Version zeichnet sich vor allem durch eine stabile Codebasis und langjährige Update-Zyklen aus. Das bedeutet, dass es nicht halbjährlich (wie bei Desktop-Linuxen üblich) eine neue Version des Betriebssystem gibt und das gesamte System aktualisiert werden muss. Stattdessen werden natürlich immer alle sicherheitskritischen Systeme aktualisiert, aber es sind keine großen Versionssprünge innerhalb des Lebenszyklus der Software notwendig. Die aktuelle Version 12 wird zum Beispiel bis zum 31. Oktober 2024 unterstützt und mit Updates versorgt.

Es gibt – für Privatnutzer interessant – eine kostenlose „Testversion“ des Systems. Dieses System enthält einen auf 60 Tage begrenzten Support, kann aber auch nach dem Testzeitraum ohne Support und Upgrades weiterverwendet werden. Soll das System jedoch langfristig ernsthaft eingesetzt werden, so sind hier Lizenzgebühren fällig.

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CentOS

CentOS (Community Enterprise Operating System) ist ein freies Serverbetriebssystem, das binärkompatibel zu dem kommerziellen Red Hat Enterprise Linux ist. Es ist, wie andere Enterprise Betriebssysteme auch, ausgelegt auf Stabilität und lange Wartungszyklen. Installiert wird das Betriebssystem mit einem grafischen Installationsprogramm. Die Software wird in RPM-Paketen mit Hilfe des Programms yum verwaltet. CentOS kann eine stabile Basis für ein NAS sein – da es jedoch ein universelles Server-Betriebssystem ist, muss man sich die Software, die man braucht selbst zusammenstellen, installieren und administrieren.
Die aktuelle Version ist 7.0, für die bis 30. Juni 2024 Updates zur Verfügung stehen werden.

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Debian

Debian – hier ist genauer Debian GNU/Linux gemeint – ist eine der ältesten und am weitesten verbreiteten Linux Distributionen. Sie ist 1993 entstanden und bildet die Basis für viele andere Linux-Distributionen – die bekannteste ist heutzutage Ubuntu.
Gleichwohl Debian kein explizites Enterprise-Betriebssystem ist, zeichnete sich die Distribution schon immer durch eine hohe Stabilität und Langlebigkeit aus und ist daher eines der am weitesten Server-Betriebssysteme.
Die aktuelle Version von Debian ist Version 7 (Wheezy von 2013), dieses Jahr soll allerdings noch Version 8 (Jessie) erscheinen. Sicherheitsupdates für Debian Distributionen gibt es meist noch ca. 5 Jahre nach Erscheinungsdatum.
Wichtig bei Debian ist, dass das Projekt (im Gegensatz zu Ubuntu) ausschließlich freie Software, die den Grundsätzen des Projekts entspricht, mitliefert. Das kann dazu führen, dass besondere, herstellerspezifische Software, wie z.B. Treiber nicht verfügbar sind oder manuell kompiliert werden müssen.

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Ubuntu Server

Ubuntu ist eine kostenlose Linux-Distribution, die auf Debian basiert. Ziele bei der Entwicklung von Ubuntu sind ein leicht zu bedienendes Betriebssystem und aufeinander abgestimmte Software. Ubuntu ist vor allem als Desktop-Linux führend. Es gibt jedoch eine spezielle Variante von Ubuntu – der Ubuntu Server.
Ubuntu Server ist im Grunde die gleiche Distribution wie sein Desktop-Vetter, es wird lediglich kein GUI installiert (Unity, KDE, Gnome, etc.) und es kommen mehr Pakete mit Serverdiensten zum Einsatz. Technisch kann jedes Desktop-Ubuntu in ein Server verwandelt werden und umgekehrt. Charmant am Server ist allerdings, dass er eben auf die Bedürfnisse von Serverhardware bereits angepasst ist.
Für den Support gilt das gleiche wie beim Desktop – die LTS (Long Term Support)-Versionen werden 5 Jahre lang unterstützt, die normalen Versionen nur 6-9 Monate. Für ein Serversystem empfiehlt es sich also dringend, eine LTS-Variante einzusetzen. Die aktuelle LTS ist Version 16.04 und diese wird bis 2021 mit Updates versorgt.

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