VMware vSphere Hypervisor

VMware vSphere Hypervisor ist keine klassische NAS Distribution. Dennoch möchte ich das System hier vorstellen: Es ist ein Hypervisor, also ein Betriebssystem, das eine Schicht zwischen der Hardware und dem eigentlichen Betriebssystem bildet. Das hat den Vorteil, dass auf einer Hardware mehrere Betriebssysteme parallel betrieben werden können. Das ermöglicht es einem Nutzer, die Hardware seines Servers effizienter und flexibler zu nutzen. So können zum Beispiel folgende Systeme gleichzeitig betrieben werden:

  • Eine klassische NAS Distribution wie OpenMediaVault
  • Eine Cloud Distribution wie zum Beispiel Ubuntu Server mit einer Nextcloud
  • Weitere Server wie zum Beispiel ein CentOS Server
VMware vSphere Hypervisor: Login Screen

VMware vSphere Hypervisor: Login Screen

Beschreibung von VMware vSphere Hypervisor

Durch die Nutzung des Hypervisor können die genannten Systeme unabhängig voneinander auf der gleichen Hardware betrieben werden. Sicherlich ist das keine Einsteigerlösung, sondern eher ein Use Case für Power User. Auch ist es wichtig, ein starkes System zu nutzen – eine Quadcore NAS CPU ist das Minimum und 16 GByte RAM sollten auch mindestens in dem System stecken. Das System kann für private Nutzer auf einem einzelnen Server kostenlos (nach Registrierung) genutzt werden. Zielgruppe ist natürlich das professionelle Umfeld und daher gibt es selbstverständlich auch professionellen Support. Installiert wird der Hypervisor per Image auf einem USB-Stick, verwaltet wird er per Weboberfläche.

Quellen

In der Hardware Compatibility List finden sich ausschließlich professionelle Systeme. Man muss also ein wenig probieren ob das System auf dem eigenen NAS läuft. Ich selbst nutze es auf einem Dell Poweredge T20 mit Xeon E3-1241v3 CPU und 24 GByte ECC RAM. Auf diesem Hypervisor teste ich regelmäßig andere NAS Betriebssysteme oder lasse meine Server laufen.

vSphere: Weboberfläche

vSphere: Weboberfläche

Geeignete NAS Systeme

Wie oben schon angedeutet, kommen für dieses Betriebssystem nur größere NAS Systeme (im Sinne von CPU Leistung und RAM Ausbau) infrage. Das bedeutet auf jeden Fall einen NAS Eigenbau. Entweder als Barebone oder komplett selbst gebaut. Zu beachten ist auch noch, dass in dem System mindestens 2 Netzwerkkarten stecken müssen. Ein einzelner Port genügt nicht.

vSphere: Laufwerksverwaltung

vSphere: Laufwerksverwaltung

  • Veröffentlicht in: NAS Betriebssystem